reisebericht kgalagadi transfrontier park

Die Kalahari Wüste das ist ein Traum und seit meinem ersten Aufenthalt im Jahr 2012 hat mich diese Gegend verzaubert. 

Die Kalahari das ist Hitze, Kälte, Weite, Einsamkeit, Wind, Sand und Staub und nirgendwo ist die Kalahari so ursprünglich schön, wie im Kgalagadi Transfrontier Nationalpark. Also genau mein Ding, so wie bereits die Central Kalahari und deshalb habe ich mich mal wieder auf den Weg gemacht...

i. ein erster überblick...

 

Der Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark (KTFP) ist ein durch die Zusam-menlegung des Kalahari-Gemsbok (Südafrika) und des Gemsbok Nationalpark (Botswana) entstandenes und grenzüberschreitendes Naturschutzgebiet in der Kalahariwüste und mit einer Fläche von ca. 38.000 Quadratkilometer nur unwesentlich kleiner als die Schweiz.

 

Der KTFP ist dabei immer noch eine Art "Geheimtipp". Zwar ist der Name Kgalagadi wohlbekannt und dennoch sorgt die Abgeschiedenheit dafür, dass der Park wesentlich ruhiger ist als z.B. der Krüger Nationalpark in Südafrika oder der Etosha in Namibia - insbesondere im einsameren Norden.

 

Allerdings so einsam wie in der Central Kalahari, dem Makgadikgadi Nationalpark oder der Nxai Pan in Botswana ist es dann auch wieder nicht, schließlich liegt ein Teil des Parks in Südafrika. Es handelt sich aber definitiv um einen der einsamsten Teile Südafrikas, insbesondere nördlich von Nossob und defintitiv auf den 4x4 Trails - doch der Reihe nach...

 

ii. buchung

 

Die Buchung ist leider nicht so einfach wie gedacht, Unterkünfte und Plätze sind begrenzt und der Park ist bei den Südafrikaner sehr begehrt. 11 Monate vor dem Reisetermin werden die Kontingente offiziell freigegeben und sind quasi sofort ausgebucht. Alle südafrikanischen Nationalparks sind direkt über die SAN Website buchbar, so auch der Kgalagadi.

 

Mir ist das selber buchen etwas zu anstrengend und unsicher, deshalb buchen wir jedes Jahr wieder über unser lebendes Unikum Carsten Möhle von Bwana Tucke Tucke in Namibia.

 

Darüber hinaus kann ich Euch für einen richtig tiefen Einstieg in den KFTP das Buch Kgalagadi self drive - Heinrich Van Den Berg empfehlen.

 

 

Habt Ihr euch 11 Monate im Voraus entscheiden im Kgalagadi Urlaub zu machen, dann solltet ihr auch zumindest eine Woche im Park verbringen, denn die Anreise ist lang, der Park ist groß und niemand weiß wann und wo Tiere zu beobachten sind. Es dauert also ein paar Tage bis Ihr euch eingewöhnt habt und je länger ihr dort seit, umso mehr Tiere werdet ihr sehen.

 

Der Kgalagadi ist nicht mit dem Krüger oder dem Etosha zu vergleichen, hier kann man die Big 5 an einem Tag sehen, dieses Glück werdet ihr im KTFP wahrscheinlich nicht haben (nebenbei gibt es hier weder Büffel noch Elefanten). Also nehmt Euch Zeit und hetzt Euch nicht.

 

Aufgrund der Größe des Parks und der unterschiedlichen Flora und Fauna macht es Sinn die Unterkünfte im Park zu wechseln, z.B. alle zwei Nächte. So lernt Ihr den Park besser kennen und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Tierbeobachtungen, denn nicht alle Tiere sind Territorial (haben ein großes Territorium) und sind deshalb ständig in Bewegung. Da es sich bei der Kalahari um eine Wüste handelt, muss das Territorium entsprechend groß sein, um ein Überleben sichern zu können.

 

iii. die anreise

 

Eine Anreise kann entweder über das südafrikanische Johannesburg mit Weiterflug in den Nordwesten nach Upington erfolgen. Hier könnt Ihr einen Mietwagen in Empfang nehmen und in das 260 km  entfernte Twee Rivieren fahren, dem südlichen Gate des des KTFP.

 

Eine weitere Möglichkeit ist eine Anreise über Windhoek, gekoppelt mit einem Übernachtungszwischenstopp am Rand der Kalahari und Weiterfahrt bis in das insgesamt ca. 570 km entfernte Mata Mata, dem namibischen Grenzposten.

 

Grds. könnt Ihr auch über das Kaa Gate an-/abreisen wenn Ihr den Kgalagadi zusammen mit dem Central Kalahari Game Reserve und/oder weiteren Destinationen in Botswana besuchen möchtet. Die Strecke zu und vom Kaa Gate ist eine 4x4 Route und ohne definitiv nicht befahrbar.

  

 

Grenzformalitäten im staatenübergreifenden Park sind notwendig, wenn ihr keine Tagesgäste seit, mehr als eine Nacht im Park verbringt und den Park über ein anderes als euer Eingangsgate verlassen möchtet. Ihr müsst selber darauf achten, z.B. Namibia in Mata Mata am Grenzposten offiziell zu verlassen (Stempel im Pass), weil ihr in Twee Revieren nach Südafrika einreisen möchtet. Habt ihr den namibischen Ausreisestempel nicht im Pass, dann dürft ihr zurück nach Mata Mata fahren (eine Strecke 3,5 Stunden) und den Stempel nachholen. Es macht auch Sinn die sich von Monat zu Monat ändernden Gatezeiten zu beachten.

 

Im Park selbst registriert ihr euch bei den Rangern, zeigt eure Reservierungen vor (min. zwei), zahlt alle Parkgebühren pro Person, Fahrzeug und Tag und erhaltet dann euren "quasi Alternativpass" - den Kgalagadi Pass, denn ihr seit ja staatenlos bis zur erneuten Einreise.

 

kgalagadi transfrontier park ap
Quelle www.bwana.de

 

Dieser "Pass" ist das wichtigste Dokument im ganzen Park und sollte auf keinen Fall verloren gehen, insbesondere da die An- und Abreise jeder Lodge gesondert dokumentiert wird und der Pass vor der Ausreise vorzuzeigen ist.

 

iv. straßen und benzinversorgung im park

 

Die Verkehrslage im Park ist schnell erklärt. Es gibt ausschließlich sogenannte Sandpads im Dreieck der drei Versorgungsposten (Twee Revieren, Mata Mata und Nossob) entlang der beiden trockenen Flussbetten des Nossob (Twee Revieren nach Nossob ca. 3,5 Stunden) und des Auob (Twee Revieren nach Mata Mata ca. 3 Stunden).

 

Zugelassen im Park sind alle PKW und es gibt keine 4x4 Vorschrift für die Hauptpads (rot). Es ist auch kein 4x4 Fahrzeug notwendig, allerdings würde ich zumindest einen SUV empfehlen, denn die Straßen haben je nach Region einen Sandwall links und rechts. In einem VW Polo o.ä. ist die Sicht also nicht wirklich gut, in einem Toyota RAV4 schon wesentlich besser.

 

Wer von euch in Botswana unterwegs ist und den Osten des Parks erkunden möchte, der benötigt unbedingt einen 4x4. Ich würde immer einen Wagen mit guten zwei Litern Hubraum buchen, insbesondere wenn ihr mit mehreren Personen fahrt und noch eine schwere Campingausrütung dabei habt.

 

 

Voll auf seine Kosten kommt jeder 4x4 Fahrer auf einem der sogenannten Wilderness Trails (lila gestrichelt auf der Karte und nicht zu verwechseln mit den rot gestrichelten offiziellen 4x4 Wegen)). Allerdings müssen alle Trails vorgebucht werden, entweder in Südafrika oder Botswana (je nachdem in welchem Teil des Parks der Trail verläuft).

 

Kontrollen in Botswana kommen äußerst selten vor, in Südafrika sind diese hingegen wesentlich häufiger (insbesondere aussteigen aus dem Auto ist neben vielen anderen Dingen verboten - eine Aufzählung enthält euer "Pass").

 

Viele der Trails sind nur mehrtägig gemeinsam in einer Gruppe mit einem Ranger befahrbar, wie z.B. der bekannte südafrikanische ECO Trail. Andere Trails gehören z.B. zu einer Lodge, so wie der Xaus! Trail und darf nur mit zugehöriger Reservierung der Lodge befahren werden. Dies gilt auch für den Bitterpan Trail von Nossob bis zur Bitterpan (siehe unten).

 

Ihr solltet euch in jedem Fall sehr früh und sehr genau überlegen, wann ihr wo im Park sein und was ihr machen wollt, denn spontan buchen oder umbuchen ist nicht möglich. Wenn Ihr spontan selbst über Eure Offroadrouten entscheiden wollt, dann müsst ihr spontan weiter in Richtung Nordosten fahren, bis in das Central Kalahari Game Reserve in Botswana. Hier interessiert es niemanden, wann ihr wo entlangfahrt, aber es kommt im Zweifel auch niemand vorbei und hilft Euch und das ist bei den gebuchten Trails der Fall.

 

kgalagadi transfrontier park nossob tankstelle
kgalagadi transfrontier park nossob tankstelle

 

Benzin und Diesel gibt es grds. in allen drei Camps im Kgalagadi, also in Twee Revieren, Mata Mata und in Nossob. Hin und wieder kommt es zu Versorgungsengpässen im Park, über die die Parkverwaltung auch auf der SAN Kgalagadi Facebookgruppe informiert, davon habt ihr ohne WLAN im Park aber nicht sehr viel. 

 

In Afrika lernt man schnell, ein gutes Auto ist die beste Investition - viel besser als eine Lebensversicherung und man lernt auch, wenn es etwas gibt/ sich eine Möglichkeit ergibt, dann greif zu, wer weiß schon wann (ob) die nächste Möglichkeit kommt.

 

Also tankt einfach immer, wenn ihr in einem der Restcamps seit. Für Vielfahrer und Offroader sind Ersatzkanister zu empfehlen, insbesondere wegen des 4x4 Durstzuschlags des Motors. Es sei denn ihr habt einen Doppeltank.

 

kgalagadi transfrontier park mata mata tankstelle
kgalagadi transfrontier park mata mata tankstelle

 

Wie immer gilt natürlich auch im Kgalagadi ein Reservereifen ist Pflicht, zwei Reservereifen sind besser. Im Park selbst ist eine Reifenreparatur nicht möglich.

 

Der Reifendruck ist vorschriftsmäßig auf 1.5 bar zu senken, irgendwie lustig das das hier vorgeschrieben ist (Südafrika halt). Auf den Hauptpads könnt ihr mit einem Geländewagen ohne 4x4 und mit Standardreifendruck problemlos fahren. Für die Trails würde ich den Reifendruck hingegen auf 1.3 bar reduzieren. Viele der Trails sind zwar nicht besonders tiefsandig und herausfordernd, aber eine steile Düne reicht schon aus. Reifendruck ist eben einfach alles beim Sand- und Dünenfahren - viel Spaß!

 

v. versorgung im park

 

Grundsätzlich solltet ihr so viel Cash in den Park mitnehmen wie möglich. Offiziell wird im südafrikanischen Teil mit Rand und in Botswana mit Pula bezahlt, inoffiziell wird im Park aber alles in Rand bezahlt. Namibische Dollar nimmt niemand entgegen.

 

Im ganzen Park gibt es einen Geldautomaten in Twee Revieren, der oftmals alle oder einfach außer Betrieb ist. Die Parkgebühren könnt ihr mit Kreditkarte bezahlen, wenn das Terminal online ist, dies gilt auch für Benzin und Waren aus dem Shop, wenn das Terminal online ist.

 

Meine Erfahrung hat mich gelehrt, das die Terminals selten online sind und insbesondere dann nicht, wenn ihr kein Bargeld habt. Also hebt in Südafrika in Johannesburg oder Upington genug Geld ab. Wer über Windhoek anreist, der sollte sich in Deutschland bereits mit ausreichend Rand eindecken, wenn ihr nicht (so wie ich) verzweifelt über den Flughafen auf der Suche nach Rand laufen wollt. Tatsächlich hatte kein Wechselbüro und keine Bank südafrikanische Rand und das ist ein echtes Problem, wenn nicht jemand anderes ausreichend Geld bereits in Deutschland besorgt hat...

 

kgalagadi transfrontier park nossob shop
kgalagadi transfrontier park nossob shop

 

Kommen wir jetzt zu den wirklich wichtigen Fragen, gibt es genug Bier und Feuerholz zu kaufen. Die Antwort lautet ja und es gibt sogar noch eine Flasche Wein für die Damen.

 

Ehrlicherweise wird es darüber hinaus auch sehr schnell dünn. Der Haupteinkaufsmarkt befindet sich in Twee Revieren und das ist mit ganz weitem Abstand auch der Markt der die meisten Artikel anbietet und meistens auch auf Lager hat. In Mata Mata und Nossob nimmt man was man kriegt.

 

Die Dinge des täglichen Bedarfs sollten vorrätig sein, Wasser, Feuerholz, Fleich und Fleisch und Fleisch und nochmals Fleisch, Toilettenartikel, Brot, Dosengemüse und Dosenobst, Softgetränke, Bier, Wein, Eier, Butter und mit Glück etwas abgepackten Cheddar Käse und frische Tomaten (super für mich als Vegetarier).

 

vi. lodges & campingplätze

 

Wie bereits gesagt, die Lodges im Kgalagadi sind heiß begehrt und nach der Freigabe, 11 Monate vor dem Reisetermin, quasi sofort vergriffen. Buchen könnt Ihr direkt über SAN Parks (Südafrika) oder einen Reiseanbieter eures Vertrauens.

 

Der Park lässt sich aufteilen in die drei Rest Camps mit dem Hauptcamp Twee Revieren, Mata Mata und Nossob. Diese Camps sind eingezäunt und so kann man sich frei bewegen im Camp. Wer also mit Kindern unterwegs ist, für den ist dies definitiv eine Option und natürlich auch als Camper, wenn ihr es vorzieht nicht direkt von Wildlife umgeben zu sein.

 

Twee Revieren würde ich maximal als Durchgangscamp nutzen und Nossob ist aufgrund der Lage eindeutig mein Favorit, dazu sind die Sanitären Anlagen und die Küchen für Camper sehr gut. Dazu gibt es relativ neue River Chalets, die einen sehr ordentlichen Eindruck machen und einen schönen Blick auf das Flußbett des Nossob haben.

 

kgalagadi transfrontier park ap
Quelle www.bwana.de

 

Darüber hinaus gibt es mehrere Wilderness Camps, die direkt in der Wildniss des Parks liegen und nicht eingezäunt sind, Tiere können jederzeit durch das Camp laufen und das tun sie auch. Aus diesem Grund sind die einzelnen Chalets umzäunt oder höher gelegen gebaut. Ihr braucht euch also keine Sorgen zu machen, dass ein Löwe direkt bei euch im Zimmer liegt.

 

Die Camps Bitterpan und Gharagab liegen direkt an 4x4 Trails und bieten sich deshalb besonders an. Das Camp Urikarus liegt strategisch günstig im Park und es sind sowohl Pirschfahrten am östlichen Nossob, als auch am westlichen Auob möglich.

 

Darüber hinaus gibt es diverse Campingplätze in Botswana, der gesamte Osten des Park lässt sich ausschließlich als Camper bereisen, dementsprechend wilder und einsamer wird es dann. Die Campingplätze in Rooiputs und Polentswa sind noch gut erreichbar (sehr gepflegt) und zudem auch wunderschön. Mein klarer Favorit ist der Campingplatz in Polentswa, einer der schönsten Orte die ich bis heute bereisen durfte.

 

Um ganz ehrlich zu sein, ich liebe Botswana aus diversen Gründen und würde eine Nacht in Botswana immer einer Nacht in Südafrika vorziehen, gerade deshalb habe ich mich in den beiden Lodges Rooiputs und Polentswa von

Ta Shebube so wohl gefühlt (s.u.). Leider gibt es nur zwei Lodges im Kgalagadi in Botswana.

 

vii. mein routenvorschlag

 

Mein Routenvorschlag für euch, nachdem ich mir jetzt einen Eindruck direkt vor Ort machen konnte lautet wie folgt: Starten würde ich mit der (1) Rooiputs Lodge/Camping von Mata Mata oder Twee Rivieren kommend, danach würde ich in Richtung Norden nach (2) Polentswa aufbrechen Lodge/Camping. Weiter geht es zum noch abgelegeneren (3) Gharagab Camp fahren, bevor es wieder nach Süden zur (4) Bitterpan und dann nach (5) Urikarus oder zur Xaus! Lodge geht.

 

Falls möglich würde ich überall zwei Übernachtungen und somit insgesamt 10 Tage buchen. Falls der Zeitschuh etwas drückt würde ich eine Übernachtung auf der Bitterpan und/oder Urikarus/Xaus! streichen und würde damit auf 8 Übernachtungen kommen.

 

viii. rooiputs lodge botswana

 

Nach all den generellen Informationen zum Kgalagadi Park möchte ich euch gern noch einen realistischen Eindruck von den Lodges vermitteln, die ich auf meiner Reise besucht habe.

 

Den Anfang macht die Rooiputs Lodge in Botswana, etwas 20 km nördlich von Twee Rivieren gelegen.

 

kgalagadi transfrontier park botswana rooiputs lodge tashebube
kgalagadi transfrontier park botswana rooiputs lodge tashebube

 

Die Lodge liegt auf einer Düne in einem privaten Konzessionsgebiet, sodass auch Pirschfahrten in den Dünen abseits der offiziellen Straßen am Fluß möglich sind. Auch Fußsafaris sind möglich, wenn ihr euch traut und nicht zu viele Gäste in der Lodge sind.

 

kgalagadi transfrontier park botswana rooiputs lodge tashebube
kgalagadi transfrontier park botswana rooiputs lodge tashebube

 

Die Chalets der Lodge sind wirklich sehr schön und mit den Chalets der Xaus! Lodge wahrscheinlich die komfortabelsten. Das Bett ist gut und der Ausblick aus dem Holzchalet ein Traum. Im Zimmer befinden sich Toilette und Waschbecken. Die Dusche befindet sich traditionell draußen, jedes Chalet hat aber eine eigene Dusche.

 

kgalagadi transfrontier park botswana rooiputs lodge tashebube
kgalagadi transfrontier park botswana rooiputs lodge tashebube

 

Aber Achtung, im Winter wird es hier bei knackigen zweistelligen Minusgraden sehr kalt, wie übrigens überall im Park. Eine Dusche kommt dann nur um die Mittagszeit in Frage, ansonsten rückt man lieber zusammen um das Lagerfeuer.

 

kgalagadi transfrontier park botswana rooiputs lodge tashebube
kgalagadi transfrontier park botswana rooiputs lodge tashebube

 

Die Lodge hat wahrscheinlich den schönsten Sonnenaufgang im ganzen Park. Direkt vom Haupthaus könnt ihr mit einem Kaffee in der Hand von der erhöhten Düne das Spektakel beobachten und weit über die Ebene der Kalahari schauen.

 

sunrise kgalagadi transfrontier park botswana rooiputs lodge tashebube
sunrise kgalagadi transfrontier park botswana rooiputs lodge tashebube

 

Wie in Botswana üblich ist das Essen bereits im Preis enthalten genauso wie zwei Game Drives pro Tag mit hervorragenden Guides und gerade das macht den Unterschied zu reinen Selbstversorger Unterkünften, irgendwie sollte ja auch der hohe Preis gerechtfertigt sein. 

 

ix. polentswa lodge botswana

 

Die Polentswa Lodge liegt eine gute Autostunde nördlich von Nossob in der Nähe des Polentswa Wasserlochs. Es handelt sich um ein Zeltcamp auf einer Düne und einem grandiosen Überblick über eine der Pfannen.

 

kgalagadi transfrontier park botswana polentswa lodge tashebube
kgalagadi transfrontier park botswana polentswa lodge tashebube

 

Polentswa ist einer der schönsten Plätze auf diesem Planeten an dem ich bisher verweilen durfte. Das Licht lässt das Gras morgens und abends in den schönsten Goldtönen leuchten und der Sternenhimmel ist einfach atemberaubend schön.

 

kgalagadi transfrontier park botswana polentswa lodge tashebube
kgalagadi transfrontier park botswana polentswa lodge tashebube
milky way kgalagadi transfrontier park botswana polentswa lodge tashebube
milky way kgalagadi transfrontier park botswana polentswa lodge tashebube

 

Auch diese Lodge von Ta Shebube gehört zu den Luxuslodges im Park, auch wenn alles etwas einfacher ist als in Rooiputs, dafür ist man der Wildnis aber auch noch näher.

 

Die Zelte sind mit großem Bett und Badezimmer ausgestattet, geduscht wird stilecht im Safaristil auf der Veranda mit Blick über die Pfanne.

 

kgalagadi transfrontier park botswana polentswa lodge tashebube
kgalagadi transfrontier park botswana polentswa lodge tashebube

 

Auch hier ist das Essen natürlich inbegriffen, ebenso wie die morgendlichen und nachmittäglichen Game Drives auf den offiziellen Straßen und in einem kleinen privaten Konzessionsgebiet.

 

 

 

Wer bereit ist etwas mehr Geld auszugeben und es sich richtig schön machen möchte, der ist definitiv in Rooiputs und Polentswa gut aufgehoben. Ich persönlich mag es ja gern einsam und wild, deshalb ist mein Favorit die Polentswa Lodge.

 

kgalagadi transfrontier park botswana polentswa lodge tashebube
kgalagadi transfrontier park botswana polentswa lodge tashebube

x. bitterpan south africa

 

Noch einsamer und auch noch einfacher ist es auf der Bitterpan. Die Anfahrt zu den vier sehr einfachen Chalets erfolgt über Nossob über einen Wilderness 4x4 Trail. Nachdem ihr euch bei den Rangern mit eurem Alternativpass angemeldet habt dürft ihr das Tor zum Wilderness Trail passieren. 

 

Von hier aus geht es gute drei Stunden über den Trail und diverse Dünen bis zur Bitterpan - ein irrer Spaß...

 

drone photo kgalagadi transfrontier park
drone photo kgalagadi transfrontier park

 

Bevor ihr auf den Trail geht solltet ihr unbedingt noch mal tanken und euch im Shop mit allem eindecken, denn auf der Bitterpan gibt es absolut nichts.

 

Die Chalets sind sehr einfach und es finden sich nur zwei Einzelbetten darin, dafür sind die Matratzen aber sehr gut. Das Badezimmer zu jedem Chalet befindet sich gegenüber und ist auch sehr gut.

 

kgalagadi transfrontier park south africa bitterpan
kgalagadi transfrontier park south africa bitterpan

 

Gekocht wird in der Gemeinschaftsküche mit Gas und jedes Chalet hat einen eigenen Kühlschrank. Natürlich gibt es auch den obligatorischen Grillplatz im eingezäunten Kleingarten eines jeden Chalets.

 

Die Gänge zwischen den einzelnen Chalets sind erhöht und umzäunt, sodass auch ihr euch auch bei Dunkelheit zwischen den Chalets und der Küche bewegen könnt.

 

kgalagadi transfrontier park south africa bitterpan
kgalagadi transfrontier park south africa bitterpan

 

Die Bitterpan wird regelmäßig von Löwen besucht, die gern nachts an den äußeren Chalets brüllen.

 

Entweder man liebt oder man hasst die Bitterpan. Hier gibt es nichts außer  einem grandiosen Blick über die Pan, dazu ist es richtig heiß oder richtig kalt und immer einsam.

 

drone photo kgalagadi transfrontier park south africa bitterpan
drone photo kgalagadi transfrontier park south africa bitterpan

 

Als Sahnehäubchen gibt es den Wilderness Trail und die Strecke von der Bitterpan bis and den Auob in der Nähe von Mata Mata gehört sicherlich zu den schönsten Trails im Park.

 

drone photo kgalagadi transfrontier park
drone photo kgalagadi transfrontier park

 

 

Wer früh morgens vor den ersten Sonnenstrahlen aufbricht, der wird ein Lichtspektakel in den Dünen erleben, welches seinesgleichen sucht. Als wäre das noch nicht genug fahrt ihr allein durch eine der schönsten Landschaften die ihr euch vorstellen könnt und mit etwas Glück trefft ihr auf die ein oder andere Oryxherde.

 

 

Ich liebe 4x4 fahren und ich liebe diesen Trail. Wir sind gleich zwei Nächte auf der Bitterpan geblieben und sind den Trail zweimal gefahren. Für eine Tagesroute wäre der Weg ganz über Nossob zurück aber etwas lang.

 

Eine Abkürzung findet ihr an der Long Dune Road, es handelt sich um den Versorgungsweg zur Bitterpan.

 

xi. kalahari tented camp south africa

 

Das Kalahari Tented Camp befindet sich nur einen Steinwurf von Mata Mata entfernt und liegt direkt am Flußbett des Auob.

 

Auch hier seit ihr inmitten der Wildnis, aber etwas komfortables als auf der Bitterpan. Die Chalets sind zwar etwas in die Jahre gekommen, werden aber in 2018 nacheinander renoviert.

 

kgalagadi transfrontier park south africa - lodge kalahari tented camp
kgalagadi transfrontier park south africa - lodge kalahari tented camp

 

Jedes Zeltchalet ist komplett umzäunt und das gilt auch für den Parkplatz eures Autos. Darüber hinaus gibt es im Chalet neben zwei Betten auch ein komplettes Bad und außerhalb ein eigenes Küchenhaus mit Gasplatten und Gaskühlschrank (ja richtig gehört).

 

kgalagadi transfrontier park south africa - lodge kalahari tented camp
kgalagadi transfrontier park south africa - lodge kalahari tented camp

 

Auch durch das Kalahari Tented Camp bewegen sich die Tiere frei, deshalb sollte man bei Dunkelheit auch nicht zwischen den Zelten umherlaufen. Wer gemeinsam mit Freunden unterwegs ist und gemeinsam kochen möchte, der sollte sich vielleicht ein anderes Camp aussuchen.

 

kgalagadi transfrontier park south africa - lodge kalahari tented camp
kgalagadi transfrontier park south africa - lodge kalahari tented camp

xii. wildlife

 

Die Wildlifebeobachtungsmöglichkeiten im Park sind überall hervorraged. Neben den obligatorischen Hotspots n den Wasserlöchern, die ich nicht unbedingt präferiere kann Wildlife überall angetroffen werden.

 

Ganz besonders gute Möglichkeiten bilden die offenen ausgetrockneten Flußbetten des Auob und Nossob. Hier grasen z.B. große Springbokherden und Gepardenjagdszenen sind deshalb keine Seltenheit. Wie immer besteht die Kunst darin zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. 

 

 

Auch Löwenrudel jagen gern Gnus oder Giraffen im Flußbett und es sind unglaubliche Sichtungen möglich. Allerdings ist etwas Zeit notwendig, damit ihr die Gegend kennen und einzuschätzen lernt.

 

Vielleicht entdeckt ihr ein Löwnrudel auf einer der Dünen im Schatten dösen und beschliesst kurz vor Sonnenaufgang zurückzukommen, um die Löwen bei der beginnenden Jagd zu beobachten, oder ihr sucht das Rudel erneut am Morgen, um einen eventuellen Jagderfolg zu sehen, oder die Katzen gar bei der Jagd zu beobachten.

 

 

Ein Spruch besagt, in der Kalahari könnt ihr auf einem kurzen Wegabschnitt alles an Wildlife auf einmal sehen oder gar nichts und das ist wirklich so. Beschäftigt und erfreut euch an den kleinen Dingen und ihr werdet mit dem großen Spektakel belohnt - dafür benötigt ihr aber Zeit...!

 

Auch wenn alle Raubtiere Territorial sind, so kann es trotzdem passieren, dass die Kalahari wie ausgestorben wirkt. Ein Löwenterritorium ist groß und in der Kalahari aufgrund der Nahrungsknappheit noch viel größer und ihr könnt nur einen sehr kleinen Teil überblicken, den Teil am Fluß aber nicht in den Dünen.

 

Darüber hinaus reagieren die Tiere auf Wetterveränderungen wie z.B. starken Wind sehr empfindlich und stake Winde gibt es häufiger in der Kalahari. Die Tiere werden nervös, da der so wichtige Geruchssinn für sie nur noch sehr eingeschränkt nutzbar ist. Viele Tiere verlassen dann die Flussbetten und suchen Schutz in den Dünen.

 

 

Die größten Erfolgsaussichten für gute Wildtierbeobachtungen habt ihr also, wenn ihr möglichst lange im Park bleibt und hin und wieder die Lodge und Region wechselt.

 

So, jetzt habt ihr einen groben Überblick über den Kgalagadi Transfrontier Park gewonnen und vielleicht ist ja euer Interesse geweckt, dann nichts wie los nach Afrika - es ist so awesome...!

 





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