Im Oktober geht es wieder auf Reisen, dieses Jahr bin ich erstmals seit meiner ersten Reise durch das südliche Afrika im Jahr 2012 ausschließlich in Namibia unterwegs. In drei Wochen geht es von Windhoek in ca. 3.700 km durch das Damaraland und Kaokoveld bis zu den Epupa Falls an der Grenze zu Angola und über den deutlich unbekannteren Osten des Etosha Nationalparks zurück nach Windhoek.
Kommen wir zur Gretchenfrage, für wen lohnt der Umstieg auf die Nikon Z7 eigentlich. Technisch gesehen liegen die Gründe für einen Wechsel von der Nikon D850 zur Nikon Z7 nicht unbedingt auf der Hand und beide Kameras sind kein Schnäppchen. Um Klartext zu reden, die Zukunft wird aus meiner Sicht weitestgehend spiegellos sein. Der schleichende DSLR Tod wird noch einige Jahre dauern und das ist auch gut so, damit nicht jeder panisch sein aktuelles Equipment verkaufen muss.

Kai Behrmann hat mich netterweise zum Plausch in seinen Podcast "Gate 7 "eingeladen. Wir haben natürlich über Reisen im südlichen Afrika, Reisefotografie und Wildlifefotografie gesprochen, aber auch einen Fokus auf das Fotografieren von indigenen Völkern und der Bevölkerung gelegt.
Nun ist es doch soweit gekommen und die spiegellose Nikon Z7 nebst 35mm f1.8 liegt neben mir. Nein, meine Nikon D850 habe ich noch nicht verkauft und werden beide Kameras mit nach Namibia nehmen. ob ich nach dieser Reise den Spiegelreflexkameras entsage, möchte ich noch nicht abschließend einschätzen, dafür liebe ich dieses satte Klacken beim drücken des Auslösers der D850 einfach zu sehr, sowie den optischen Sucher, den ich auch mal gern einfach als Fernglas verwende.

Nun ist er endlich da, der neue Filterhalter von Haida für die Filtergröße 150 mm und damit für mein Nikon Nikkor 14-24 mm Objektiv. Schon viele Jahre sind dieses Objektiv und ich ein echt gutes Team, zumindest seitdem ich die erste Generation des Haida Stahlfilters nutze. Mittlerweile habe ich zwei Halter verschlissen, einen durch Deformation in der Wüstenhitze und einen durch Steinschlag vom voll ausgefahrenen Stativ auf den Lofoten. Mal sehen, ob der neue Haida M15 auch so robust ist.
Das Objektiv Sigma 120-300 mm macht nicht nur mit einer Offenblende von f2.8 und einem absolut fairen Preis von sich reden, sondern auch mit einem Spitzengewicht von 3,3 kg. Trotzdem habe ich mich kurz nach dem Erscheinungsdatum vor mehr als 6 Jahren zum Kauf entschieden. Was lässt sich nach 6 Jahren Praxistest und mindestens ebenso vielen Safari- & Wüsteneinsätzen als Quintessenz zu diesem Objektiv festhalten.

Mittlerweile habe ich die wunderschöne Insel Ibiza bereits zum vierten Mal besucht und nun auch zum dritten Mal am selben Ort, ganz im Norden in der Nähe von Sant Joan de Labritja. Doch darum geht es eigentlich gar nicht in diesem Blog, sondern vielmehr darum - gut Ding braucht Weile und manchmal ist weniger eben mehr...
Die Reiseerlebnisse die sich auf ewig in unser Hirn brennen sind meisten die Geschichten außerhalb der Reihe. Ausnahmesituationen in denen scheinbar alles schief lief, die uns vor neue Herausforderungen stellten, die unberechenbar und unbequem waren, eben die Situationen die uns ungewollt aus unserer Komfortzone herauskatapultiert haben.

Habt Ihr euch schon mal ernsthaft Gedanken darüber gemacht, was die Fotografie für Euch persönlich bedeutet und welchen Platz die Fotografie in Eurem Leben einnimmt…? Für mich war die Fotografie anfangs ein Hobby – ein zeitlicher und materieller Luxus den ich mir gönnte. Die wenigsten von uns leisten sich heute ja aus unterschiedlichsten Gründen noch langfristig ein Hobby (außer vielleicht Sport & Lesen)...
Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mich nach langem hin und her überlegen für den Kauf des Sigma 105mm f1.4 Art Objektiv entschieden. Bereits damals hatte ich über meine Gedanken zur potentiellen Kaufentscheidung geschrieben. Letztendlich habe ich mich für die unvernünftigste und extremste Möglichkeit entscheiden , schwer, unhandlich und eine brutale Offenblende von f1.4.

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