nikon d850 mein persönlicher erfahrungsbericht

nikon d850 testbericht fotografie

Die Nikon D850 ist jetzt schon eine ganze Weile mein Begleiter. Zuerst habe ich sie etwas argwöhnisch beäugt, war ich doch mit der D810 sehr zufrieden und dann all diese gemeinsamen Erinnerungen.

Lohnt sich der Umstieg auf die D850 überhaupt bei dem Preisaufschlag. Was ist mein Resultat nach Monaten der Nutzung und Testens in Rio de Janeiro, Botswana und Langzeitbelichtung in Hamburg?

 

Um es kurz zu machen, die anfängliche Skepsis ist der Begeisterung gewichen. Die Nikon D850 räumt überall gute Noten ab und die einschlägigen Reisefotografen singen ein einheitliches Lobeslied.

 

Dennoch ist es bei einem selbst dann doch noch mal anders. Ich selbst lebe die Fotografie überwiegend in der Wildlife-, Landschafts- und Reisefotografie aus und kombiniere dies, wann und wo es immer geht, mit der Langzeitbelichtung. Diese Unterteilung habe ich auch bereits in meinem ersten Blog zur D850 verwendet und möchte diese gern erneut aufgreifen.

 


Was habe ich auf diese Kamera gewartet und dabei kam die Ankündigung irgendwie aus dem Nichts...

Um ehrlich zu sein habe ich nicht damit gerechnet, noch im Oktober mit einer neuen Nikon in den Urlaub zu fahren. Mit der Ankündigung habe ich dann direkt einen Body vorbestellt und bin davon ausgegangen diesen am Erscheinungsdatum, Anfang September, in den Händen zu halten.



 

In aller Deutlichkeit möchte ich erwähnen, es wäre vermessen die Nikon D810 als überholte Kamera darzustellen, die Nikon D810 ist immer noch viel mehr und das nun zu einem deutlich attraktiveren Preis!

 


Einen Tag nach Weihnachten stand ich zum ersten mal auf der Plaza der Elbphilharmonie für mein Projekt "Moin Hamburch!". Es war ein Morgen nach einer nächtlichen Sturmflut und der Wind stand in Böen auf der Front der Elbphilharmonie, genau da wo ich gerade meine Kamera aufbaute und mir nicht sicher war, ob die Kamera und ich nicht beide mit der nächsten Böe über die Brüstung geweht werden. 



 

Dprieview hat die Nikon D810 einem Langzeittest unterzogen, der aus meiner Sicht keine Fragen offen lässt. Auch ich habe meine ganz persönliche Ode an die Nikon D810 geschrieben und für mich steht fest, die Nikon D810 hat mich in einem ganz wesentlichen Teil meiner fotografischen Entwicklung begleitet und dabei immer hervorragende Dienste geleistet!

 


Auf der Seite von dpreview findet sich ein wirklich guter Langzeittest der Nikon D810 - mit einem Rèsumè nach zwei Jahren Dauertest und Ausblick wo die Nikon D810 heute steht.



Defizite hat die Nikon D810 ganz klar beim schnellen Autofokus. Deswegen habe ich mich bei meinem ersten Wechsel für die Nikon D600 entschieden, mit fatalen Folgen, aber das ist ein anderes Thema.

 

Dennoch macht die Nikon D610 einen besseren Job beim Thema Wildlifefotografie als die D810. Heute würde ich allerdings auf die Nikon D500 zurückgreifen, wenn ich mich ausschließlich mit der Wildlifefotografie beschäftigen würde. Wenn mir das Thema Megapixel nicht so wichtig ist, dann würde meine Wahl auf die Nikon D750 als Allrounderkamera fallen.

 


Eigentlich hatte ich gar keinen Kamerawechsel im Sinn als ich aus dem Namibia/Botswana Urlaub im Oktober 2014 zurückkehrte, insbesondere die Bilder vom Okavango Delta gefallen mir sehr gut. Demnach gab es gar keinen Grund für mich meine Nikon D610 anzuzweifeln...



 

Nu aber mal Budder bei die Fische, warum reizte mich die Nikon D850 denn  so sehr, dass ich sie mir sofort und blind gekauft habe.

 

Interessante Kriterien sind für mich insbesondere der verbaute Autofokus der Nikon D500, 7 Bilder pro Sekunde (mit Batteriegriff 9 Bilder), ein 46 MP Sensor und ein richtig großes Sucherbild. Das die Kamera auch ein Klappdisplay hat und 4K Videoaufnahmen machen kann ist für mich "nice to have", aber nicht das was für mich als Entscheidungskriterium letztendlich zählte. 

 

autofocus

Fangen wir mit einem Highlight an.  Das Sucherbild ist laut eigener Aussage Nikon`s das Größte je in einer DSLR verbaute und es ist in der Tat größer als das der Nikon D750. Der Unterschied ist im direkten Vergleich deutlich sichtbar und das freut mich als überwiegendem Suchernutzer außerordentlich.

 

Gerade bei der Wildlifefotografie ist das ein Vorteil. In diesem Genre nutze ich ausschließlich den Sucher und freue mich über das größere Sichtfeld, auch wenn dafür der eingebaute Blitz weichen musste.

 

Der Unterschied beim Game Drive ist deutlich spürbar, die Sicht durch den Sucher ist erheblich verbessert, die Bildgestaltung wird einfacher und mein Auge ermüdet bei weitem nicht so schnell auf stundenlangen Pirschfahrten. Für viele von Euch mag das banal klingen, aber jeder der viel oder ausschließlich mit dem Sucher arbeitet freut sich über jedes Quäntchen mehr an Größe.

 

nikon d850 testbericht fotografie

 

Die für mich wichtigste Verbesserung ist der Autofocus. Die D850 hat den Profi-AF der D5 geerbt und bietet 153 Messpunkte, davon sind 99 als Kreuzsensoren ausgelegt (die D810 und D750 haben "nur" 51 Messpunkte). Der Autofocus ist auch mein Hauptkritikpunkt an der Nikon D810, er ist mir einfach zu langsam.

 

Zwischen dem Autofocus der Nikon D810 und D850 liegen Welten, das wird nach kurzer Zeit auf Safari sofort deutlich. Sobald die Brennweiten länger und die Bewegungen schneller werden, katapultiert der neue Autofocus der D5 die Nikon D850 in eine andere Liga.

 

quelle: nikonrumors.com
quelle: nikonrumors.com

  

Alles was noch mit dem Stativ oder Einbein fotografierbar oder an Bewegung vorhersehbar ist, lässt sich mit dem langsameren Autofocus der Nikon D810 (gewusst wie vorausgesetzt) kompensieren.

 

Bei schnellen und unvorhersehbaren Bewegungen aus der Hand stieß die Nikon D810 jedoch schnell an ihre Grenzen und auch bei Brennweiten ab 300mm wurde es aus der Hand oftmals wackelig. Meine Trefferquote aus der Hand hat sich nun deutlich verbessert.

 

Insbesondere sitzt der Autofocus auch bei schwierigen Lichtverhältnissen wesentlich besser, gerade zum Sonnenauf- und zum Sonnenuntergang hatte ich bis jetzt trotz einer Offenblende von f2.8 bei 300mm immer wieder Probleme, die sich nur durch eine drastische ISO Korrektur in den Griff bekommen ließen. Der Focus der D850 ist hier eine wahre Wonne, selbst Bilder von Buschleuten bei Lagerfeueratmosphäre und 200mm Brennweite lassen sich scharf und mit guter Qualität aus der Hand ablichten, wenn der ISO Wert korrigiert wird.

In diesem Zusammenhang ist mir auch eine verbesserte ISO-Verarbeitung des Sensor aufgefallen, das Bildrauschen ist noch besser geworden und hat mich bei der D810 wenn möglich gehindert, den ISO Wert anzuheben. Diese Hemmungen habe ich bei der D850 nicht mehr.

 

Wenn ich meinen Gedanken so folge, dann merke ich ganz klar, welches das ausschlaggebende Argument für mich ist, die Nikon D850 gekauft zu haben. Natürlich ist der Autofocus bei der Langzeitbelichtung kein Thema und auch für die Reisefotografie reicht der Autofocus der Nikon D810 allemal aus.

 

nikon d850 testbericht fotografie

 

Neben dem Autofocus an sich habe ich das Gefühl, dass der Focus der D850 noch besser in der Standardeinstellung sitzt und das sowohl bei Nikon, als auch bei Sigma Objektiven. Die Feinabstimmung gefällt mir sehr gut.

 

Nikon bietet auch die Möglichkeit der Automatischen-AF-Feinabstimmung, die jedoch absolut unzureichend ist und dabei macht Sigma es mit dem USB-Dock doch vor, wie es geht.

Die AF-Feinabstimmung funktioniert leider nur für eine Focusentfernung und eine Brennweite. Wer also Focusprobleme mit seiner D850 bei einem Objektiv hat, dem bleibt weiterhin nur die Möglichkeit den Body nebst Objektiv zu Nikon einzusenden. Vielleicht legt Nikon hier ja in Zukunft mit einem Update nach.

 

nikon d850 testbericht fotografie

 

Der neue Autofocus der Nikon D850 ist eines von zwei echten Kaufargumenten für. Da überwiegend Wildlifefotografie (schneller Autofocus) und Langzeitbelichtung (viele Megapixel) betreibe, musste ich mich immer für einen Body entscheiden der nicht perfekt für beide Belange ausgelegt war und das Hauptmanko war der Autofocus.

 

Zum Thema Autofocus gehört im weiteren Sinn auch die Bilder pro Sekunde. Hier hat die Nikon D850 7 an der Zahl pro Sekunde zu bieten, mit Batteriegriff sind es sogar 9 Bilder. Die Nikon D810 kommt immerhin auf 5 Bilder pro Sekunde.

 

Auch diese Verbesserung ist in der Wildlifefotografie absolut von Belang. Jetzt bin ich nicht unbedingt der Fotograf der andauernd auf Autofeuer stellt. Allerdings gibt es Momente in denen die Anzahl der Bilder wirklich entscheidend ist und da machen selbst zwei Bilder mehr pro Sekunde schon einen signifikanten Unterschied.

 

sensor

Kommen wir zu Kaufargument Nr. 2 für mich, dem 46 Megapixel Sensor. Nein, ich gebe mich nicht dem MP Wahnsinn hin und dennoch überzeugt der Sensor fast auf ganzer Linie, bis auf einen nervigen Pferdefuß mit dem Hotpixelproblem.

 

Wer mit nur bedingter Brennweite in der Wildlifefotografie unterwegs ist, der kann sich nur durch den Einsatz eines Telekonverters oder durch Croppen im Nachhinein helfen.

Auf meiner letzten Reise nach Botswana hatte ich mehrfach Probleme mit dem Telekonverter sobald das Licht schwächer wird oder die Kontraste zu stark werden, z.B. beim Fotografieren von Löwen im Schatten unter einem Baum aus der Sonne. Die Resultate sind mehr als ernüchternd. Deshalb croppe ich lieber bei einer auf 300 mm begrenzten Brennweite, dafür aber mit einer Offenblende von f 2.8.

 

nikon d850 testbericht fotografie

 

Beim Thema Architekturfotografie und Langzeitbelichtung kann die Kamera gar nicht genug Megapixel haben. Unter diesem Aspekt nehme ich die 46 MP natürlich gern mit.

 

Darüber hinaus zeigt der Sensor meines Erachtens auch einen noch besseren Dynamikumfang, als der Sensor der Nikon D810 und das will schon was heißen. Da leistet der erstmals von Sony produzierte Sensor wirklich ganze Arbeit.

Leider gibt es zumindest bei meiner Nikon D850 ein Problem mit Hotpixeln bei extrem langen Langzeitbelichtungen (über 5 Miunten) unter hohen Temperaturen (30 Grad Celsius und aufwärts). Nikon behauptet zwar das dies Sensorflecken sind und weißt jegliches Problem von der Hand, für mich sieht das aber eindeutig nach einer Sensorschwäche aus und ich hoffe, dass nur mein Nikon D850 Body dieses Problem hat.

 


Auf meiner Botswanareise habe ich mit meinen neuen Nikon d850 Body natürlich auch Langzeitbelichtungen gemacht und mir nichts weiter dabei gedacht. Zurück in Deutschland stelle ich dann fest, die Langzeitbelichtungen sehen zum Teil aussehen wie ein Schweizer Käse - übersät von Hotpixeln. Bitte nicht schon wieder Nikon...!



body

Der Body, warum verliert man überhaupt ein Wort über den Body und wenn überhaupt, dann das der Body klobig und schwer ist und viel Volumen im Gepäck wegnimmt.

 

Ich würde da noch ergänzen, dass dieser Body auf einem Stativ nicht so schnell umgeweht wird, selbst bei stürmischen Böhen. Darüber hinaus hält er ein Salzwasserbad im Atlantik ohne Probleme aus und auch Sandstürme in der Wüste sind kein Problem für ihn. Dieser Body ist gebaut, um Extremen zu trotzen und das finde ich super, egal wie handlich oder schwer die Nikon D850 ist!

 

Darüber hinaus gibt es zwei Neuerungen am D850 Body. Zum einen ein größeres Klappdisplay und zum anderen einen kleinen Joystick zum Fokussieren. Den Sinn von Letzterem habe ich zuerst nicht verstanden, aber mittlerweile sehr lieb gewonnen.

 

Das Display ist eine logische und absolut notwendige Weiterentwicklung was die Größe und Auflösung angeht, denn das Display der Nikon D810 ist der Kamera wirklich nicht würdig. Jetzt lässt sich wesentlich besser erkennen, auch unter schwierigen Lichtbedingungen, was fotografiert wurde und, ob das Bild (Histogramm) gut ist.

 

nikon d850 testbericht fotografie

 

Zudem hat Nikon der D850 ein Klappdisplay spendiert, so wie jetzt bei allen Nikon Modellen. Ich brauche nicht unbedingt ein Klappdisplay, allerdings liegen die Vorteile eines schnellen und unkomplizierten Perspektivwechsels auf der Hand.

 

Ob das Display weitere Meerwasserduschen verträgt wollte ich nicht erneut testen. Zumindest scheinen Sand, Staub und Wind dem Klappdisplay auf Dauer nicht wirklich etwas auszumachen. Der Body ist mit dem neuen Display aus meiner Sicht jetzt eine Runde Sache und das wurde auch Zeit.

 

Falls ihr Euch generell die Frage stellt, welche Kamera ist die richtige für mich, dann ist das ein ganz normaler Weg, der leidvoll und teuer sein kann oder eben auch nicht. Für mich war das Thema leider leidvoll und teuer.

 

Sachlich schematisch setzt sich der sehr gute Camera Guide von dpreview mit dem Thema Kamerakauf auseinander.

 


DPREVIEW hat mal wieder ganze Arbeit geleistet und einen kompletten Camera Buying Guide aufgestellt. Das ist definitiv der beste Kaufberatungsguide den ich je gesehen habe. Also, wenn Ihr eine neue Kamera sucht, dann seit Ihr hier richtig aufgehoben.



 

Damit würde ich sagen, ist vorerst alle gesagt was ich zu sagen habe. Natürlich kann man mit dem Thema Equipment und Kameratests ganze Buchbände und Abende füllen.

 

Ich selbst gehe lieber eine Runde fotografieren, das Ergebnis ist dann zumindest ein Foto, das ich beurteilen und bewerten kann, wenn ich denn möchte. Vielleicht ist es aber auch nicht perfekt eben perfekt für mich. Vielleicht liegt es an meinen "besonderen" Fähigkeiten oder der technisch nicht perfekten Kamera - egal solange es mir Freude bereitet...

 

equipment fotografie reise afrika für safari und wildlife

 

Für diejenigen unter Euch, bei denen nun das Interesse für die Wildlifefotografie geweckt wurde, die können direkt mit dem Blog Wildlife Photography weitermachen, oder mit dem Thema Langzeitbelichtung, falls Euch dieses Thema interessiert.

 

 


wildlife photography - der versuch einer bedienungsanleitung...

Wildlifefotografie - irgendwie kam ich zu dem Thema durch Zufall während meiner ersten Afrikareise und heute ist es das Genre, welches mein Herz höher schlagen lässt. Würde mich heute jemand fragen, ob ich nicht Lust hätte mit auf Safari in Afrika zu gehen, mein Rucksack wäre gepackt  bevor der Satz zu Ende gesprochen ist.


Irgendwie kam es dazu das Photocircle mich gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte einen Artikel als Interview bei kwerfeldein zum Thema Langzeitbelichtung zu geben. Gesagt getan und irgendwie ist mir am Ende aufgefallen das es auch eine kleine "Bedienungs-anleitung" für den Einstieg in die Langzeit-belichtung  geworden ist, die vielleicht dem ein oder anderen den Einstieg in dieses Genre erleichtert...



fazit

 

Irgendwie ist der Nikon D850 Erfahrungsbericht etwas ausgeartet, wenn ich mir den Blog so anschaue. Aber was soll`s, jetzt haben wir das Thema Kaufberatung, Kameravergleich, Equipment und Wildlifefotografie sowie Langzeitbelichtung gleich noch Mal mit behandelt...

 

Müsste ich mich heute erneut für eine Kamera entscheiden, dann viele meine Wahl erneut auf die Nikon D850, insbesondere da sie die Anforderungen an die Wildlifefotografie und Langzeitbelichtung perfekt vereint. Würde ich ausschließlich eine Entscheidung im Hinblick auf die Wildlifefotografie treffen, dann viele meine Wahl auf die Nikon D500. Vor dem Hintergrund der Langzeitbelichtung würde ich mich erneut für die Nikon D810 entscheiden und zu guter Letzt wäre die Nikon D750 meine Wahl für den Allrounder.

 

Abschließend habe ich noch einige Affiliate Links zu den aktuellen Nikon Bodies aufgenommen. Falls Euch der Blog gefallen hat und/oder Euch bei der Kaufentscheidung geholfen hat und Ihr Euch einen Nikon Body kaufen werdet, dann würde es mich sehr freuen, wenn Ihr den Kauf über einen dieser Links tätigt.

In der Zwischenzeit sind nun die ersten spiegellosen Kamera von Nikon erschienen und ich gehe davon aus, dass dieses System die Nikon Welt in den kommenden Jahren ziemlich beschäftigen wird.

 


Nun ist es doch soweit gekommen und die spiegellose Nikon Z7 nebst 35 mm f1.8 liegt neben mir. Nein, meine Nikon D850 habe ich noch nicht verkauft, vielmehr möchte ich beide Kameras mit nach Namibia nehmen.



Kommen wir zur Gretchenfrage, für wen lohnt der Umstieg auf die Nikon Z7 eigentlich. Technisch gesehen liegen die Gründe für einen Wechsel von der Nikon D850 zur Nikon Z7nicht unbedingt auf der Hand und beide Kameras sind kein Schnäppchen.

Um Klartext zu reden, die Zukunft wird aus meiner Sicht weitestgehend spiegellos sein.



 

Die Zukunft der Mainstramfotografie wird spiegellos sein, da bin ich mir ziemlich sicher. Die Frage wie lange dieser Umbruch dauert hängt vom angebotenen Objektivsortiment und natürlich vom Preis des Systems ab. Im Moment spielen die Nikon D850 und die Nikon Z7 preislich in einer Liga und auch wenn ich mir wohl einen Z7 Body kaufen werde, so hänge ich doch emotional sehr an der Nikon D850. Die Zukunft wird zeigen, wer sich bei mir dauerhaft durchsetzt...

 


Es plagt mich wieder das haben wollen Syndrom - ach nein, ich brauche das ja unbedingt wirklich! Die letzen Jahre war ich mehr als zufrieden mit meiner Fotoausrüstung und habe, außer in einen Nikon D850 Body, jegliche Neuanschaffung guten Gewissens vermieden. Jetzt ist es aber soweit, dieses Jahr wird ein Nikon Z7 Body, nebst einem oder mehrerer Objektive in meine Fototasche aufgenommen - was bewegt mich dazu...?



Das Objektiv Sigma 120-300 mm macht nicht nur mit einer Offenblende von f2.8 und einem absolut fairen Preis von sich reden, sondern auch mit einem Spitzengewicht von 3,3 kg.

Trotzdem habe ich mich kurz nach dem Erscheinungsdatum vor mehr als 6 Jahren zum Kauf entschieden.



Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mich nach langem hin und her überlegen für den Kauf des Sigma 105mm f1.4 Art Objektiv entschieden. Bereits damals hatte ich über meine Gedanken zur potentiellen Kaufentscheidung geschrieben. Letztendlich habe ich mich für die unvernünftigste und extremste Möglichkeit entscheiden , schwer, unhandlich und eine brutale Offenblende von f1.4. 



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Kommentare: 6
  • #1

    Andy (Mittwoch, 20 März 2019 00:21)

    Zuerst einmal vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht! Ich habe schon paar Blog gelesen, die immer wieder mal dasselbe bringen, aber bei dir merkt man, dass du den Test wirklich selbst gemacht hast und die Kamera in der Praxis dabei hattest.

    Nun zu meiner Frage, ich bin ein ambitionierter Student, gerne fotografiert und ambitioniert ist. Ich habe jetzt mehrere Jahre eine D300s die mir treue Dienste geleistet hat. Nun ist diese aber in die Jahre gekommen und ich habe mir Geld für eine neue beiseitegelegt. Einiges ist klar, es soll eine Vollformatkamera geben, da ich für einen Auftrag Landschaften Fotografieren muss. Da ich aber auch sehr gerne Wildtierfotografie habe, werde ich den Cropfaktor vermissen. Somit sind die Optionen relativ klar:
    Option 1: Die D850
    Option 2: Die D810 und dafür noch eine D500
    Vom Preis her kommt beides etwa aufs selbe raus von ca. 3000 CHF (Schweiz).

    Nun ist meine Frage, ist die D850 wirklich der ultimative Alleskönner, der durch Qualität auch in Sachen Tele punkten kann. Vereint die D850 Vollformat und Crop (mit ausschneiden oder Telekonverter). Oder würde man sich besser den guten Autofokus und Bildqualität sparen und mit der D810 Landschaften und mit der D500 Wildlife fotografieren? Was noch ist, ich habe gelesen, dass mit dem grösseren Sensor auch die Schärfentiefe anders ist, aufgrund des Cropfaktors (Brennweite) und der Bilddiagonale. Diese ändern sich aber nicht linear und sind für unterschiedliche Blenden und Brennweiten anders. Dies kann ich so nicht einschätzen was das für eine Auswirkung aufs Bild hat, da fehlt mir die Erfahrung.

    Ich würde mich über eine ausführliche Antwort von dir freuen �

  • #2

    Dennis (Mittwoch, 20 März 2019 08:49)

    Hallo Andy, vielen Dank für Deinen Kommentar - ich werde versuchen umfassend im Rahmen eines Kommentars zu antworten. Das Thema Wildlife und Crop. vs Vollformat habe ich in einem gesonderten Blog aufgegriffen, findet Ihr in der rechten leiste relativ weit oben mit dem Thema Wildlife.
    Kurz gesagt, es gibt kein richtig oder falsch - wie immer. Ich habe mich für die D850 und damit Vollformat entschieden, da die D850 für mich den besten Kompromiss für Landschaft und Wildlife bietet. Der Autofokus ist wirklich deutlich besser als bei der D810 und auch die Serienbildrate bereits ohne Batteriegriff deutlich höher. Das ist für mich der wesentliche Vorteil der D850 ggü. der D810 und ein wesentlicher Vorteil für die Wildlifefotografie. Die D850 und die D500 sind relativ gleich bis auf eben Crop und Sensorgröße. Allerdings würde ich mir immer die D850 kaufen, wenn mein Budget das zulässt, denn 45 MP ggü. 24 MP geben deutlich Raum zum Schneiden und auch wenn das oft unter den Tisch gekehrt wird.
    Persönlich nutze ich keine Telekonverter mehr und habe damit fast durchweg nur schlechte Erfahrungen gemacht, die Bildqualität leidet deutlich, teilweise wurde bei mir fast alles unscharf - das mag aber auch an mangelnder Kalibrierung liegen.
    Mittlerweile bin ich vom Thema Crop. immer weiter weg. Ich komme gern möglichst nah an die Tiere heran und fotografiere im Moment aus der Hand mit max. 300 mm. Natürlich kann ich verstehen, dass es etwas mehr Brennweite sein darf, aber es gibt mittlerweile so viele gute und bezahlbare Objektive bis 600 mm (z.B. von Sigma). Mit mehr als 600mm aus der Hand wird es sowieso schwierig, insbesondere mit Crop (dann 900 mm), da würde ich definitiv schon ein Stativ benötigen. Heute würde ich mich wahrscheinlich über das Nikon 500 mm 5.6 freuen und dafür würde ich wahrscheinlich mein Geld ausgeben die Nikon D850 und das Nikon 500 mm, oder die Z7. Letztlich werden die Body`s heute viel öfter getauscht als die Objektive. Wäre ich Du, dann würde ich in die D850 oder eben die Z7 investieren, aber das ist meine Meinung. Ich mag es nicht zwei Body`s zu haben, die ich nur sehr speziell einsetze und die an Wert verlieren und die ich beide durch die Gegend schleppen muss. Noch ein letztes Wort zum Thema Schärfentiefe und Bildlook von Vollformat vs Crop und ich bin das kein Physiker. Der Bildlook ist defintiv anders, auch wenn der Unterschied nur selten hervortritt, z.B. bei Ultraweitwinkel mit sehr nahem Vordergrund. Voraussetzung ist natürlich, dass bei 20 mm Vollformat entsprechend 14 mm Crop zu verwenden sind. In der Wildlifefotografie wirst Du diesen Unterschied allerdings nicht sehen, hier kommt es zum Effekt des Stauchens von Vorder- und Hintergrund. Alle Theorie ist nur bedingt hilfreich. Ich würde vorschlagen in einen Fotoladen Deines Vertrauens zu gehen und die Kameras alle testen und dann würde ich die Kamera mitnehmen, die mir spontan das beste Gefühl vermittelt, denn gute Bilder machen Sie alle...

  • #3

    Andy (Mittwoch, 20 März 2019 13:48)

    Vielen Dank für deine Einschätzung!
    Meintest du das Sigma 150-600mm f/5-6.3 DG OS HSM [S]?

  • #4

    Dennis (Mittwoch, 20 März 2019 14:33)

    Das Sigma ist definitiv auch eine gute Wahl, ich hatte das neue Nikon AF-S 500 mm f5.6 aufgrund der Größe und des Gewichts im Hinterkopf, allerdings hat das auch seinen Preis. Ich selbst laufe ja auch noch mit dem Sigma 120-300 mm f2.8 durch den Busch, auch nicht gerade klein und leicht...

  • #5

    Alfred (Donnerstag, 18 April 2019 02:37)

    Hallo,danke für die interessante Einblicke. Wo würdest Du eine D3s bei den erwähnten Kameras einordnen.Bin leidenschaftlicher Hobbyfotograf für ALLES und komme auch mit einer Futjy XT-2 nicht von der D3s los...Danke, Gruss, AL.

  • #6

    Dennis (Donnerstag, 18 April 2019 10:16)

    Hallo Alfred,

    einordnen ist ja zum Glück subjektiv, wichtig ist, dass die Kamera Deiner Fotografie zuträglich ist und Du damit Freude hast. Die D3s ist ja ein älteres Flagschiff, insbesondere für die People- und Sportfotografie. Den Autofocus würde ich also etwa in der Region der D800 vermuten. Allerdings wären mir persönlich die 12MP für meine Art der Fotografie zu wenig. Aber wie Du bereits sagst, Du kommst von der D3s nicht los und das sollst Du ja auch nicht, wenn Du damit Deine Fotografie lebst...