reisebericht: auf safari im südafrikanischen lowveld

Dieses Jahr geht es auf Safari im südafrikanischen Lowveld, ganz in die Nähe des Krüger Nationalparks. 

Unser Ziel ist die sogenannte Greater Kruger Region, genauer gesagt die an den Kruger angrenzenden offenen Private Game Reserves Thornybush und Timbavati. Hier gibt es keine Zäune und die Tiere können sich frei auf dem gesamten Gebiet des Kruger und den angrenzenden Private Reserves bewegen, einer Fläche insgesamt so groß wie die Niederlande. Die perfekte Location um auf Safari zu gehen!

 

Für uns untypisch geht es auf dieser Reise "nur" in den südafrikanischen Busch, das sogenannte Lowfeld, und nicht auf ein neues afrikanisches Overlanding Abenteuer.

 

Genauer gesagt machen wir zwei Wochen Safarihochzeitsreise in den Game Reserves Thornybush und Timbavati. Bereits im Jahr 2022 waren wir auf Safari in diesen Game Reserves und es hat uns so gut gefallen, dass wir seitdem zurückkehren wollten. Meinen BLOG und VLOG zu dieser Südafrikareise und insbesondere zur Safari mit Kindern findet Ihr hier.

 

In diesem Jahr stehen bei uns vor allem Entspannung und natürlich tolle Safaris an, die mein Herz als Wildlife-Fotograf höher schlagen lassen.

 

Die zum Kruger offenen Reservate bieten den Tieren die Möglichkeit, sich frei zu bewegen. Deshalb sind nicht immer alle Tiere in einer Region einfach zu finden, da sie umherziehen können oder zum Teil sehr große Territorien haben. Dafür habt Ihr aber die Gelegenheit, umherziehende große Büffel- oder Elefantenherden oder auch die seltenen Wilddogs aus nächster Nähe zu sehen.

 

Das besondere an den Private Game Reserves im Vergleich zum Kruger ist, dass für die Guides bei besonderen Tiersichtungen während der Safari die Möglichkeit besteht, auch offroad, also abseits der offiziellen Wege durch den Bush zu fahren. So werden besondere Tiersichtungen und Fotoperspektiven möglich.

 

Darüber hinaus stehen die Guides und Tracker per Funk in Kontakt und tauschen sich regelmäßig über die aktuellen Tiersichtungen aus. Dies erhöht natürlich die Chancen auf gute Tiersichtungen. Besonders schön finde ich, dass immer nur zwei Fahrzeuge an einem gemeinsamen Sighting erlaubt sind und es nie zu voll wird. So könnt Ihr nahezu ungestörte Momente mit den Tieren in der freien Natur verbringen.

 

Für mich als Fotografen ist es natürlich besonders wichtig, dass auf den Fotografien möglichst keine anderen Game Drive Vehikels auftauchen und der Busch möglichst unberührt aussieht.

 

Leider müssen die Guides rotieren, um möglichst vielen Gästen die Möglichkeit einer ungestörten Tierbeobachtung zu ermöglichen, so dass auch Eure Zeit mit den Tieren begrenzt ist. Außerdem seid Ihr mit mehreren Personen auf dem offenen Game Drive Wagen, welcher maximal neun Personen fasst und meistens mit 6 Personen besetzt wird. Die Stimmung ist jedoch entspannt, einzig die erste Reihe hinter dem Guide ist bei den Fotografen täglich umkämpft.

 



 

Reisen nach Südafrika bietet wahrscheinlich die einfachste und preisgünstigste Möglichkeit auf Safari zu gehen auf dem afrikanischen Kontinent. Die Flugverbindungen nach Johannesburg sind hervorragend und auch der Weiterflug mit Airlink oder ChemAir nach Hoedspruit, dem Flughafen direkt vor den Toren der Game Reserves ist problemlos.

 

Einzig das erneute Einchecken des Gepäcks in Johannesburg für den Flug nach Hoedspruit ist etwas nervig und nicht ganz risikolos bei verlorenem Gepäck. Umgehen lässt sich dies nicht, da alle nationalen Flüge in Johannesburg immer neu eingecheckt werden müssen, weil offiziell die gesamte Verzollung am Flughafen OR Tambo stattfindet.

 

Bisher hat bei uns immer alles gut geklappt und auch alle Flüge waren in Südafrika sehr angenehm. Beim Drehen und Einchecken des Gepäcks in Johannesburg würde ich empfehlen immer mindestens drei Stunden einzuplanen, um afrikanischen Eventualitäten vorzubeugen und den Flug nicht zu verpassen. Die letzten Flüge nach Hoedspruit starten täglich gegen 13 Uhr, danach erst wieder am nächsten Tag.

 

Die Lodges in Thornybush und Timbavati können direkt gebucht werden. Der Prozess ist relativ einfach mit ein wenig Englisch und auch die Bezahlung kann per Kreditkarte (manchmal gegen Aufpreis) erfolgen. Wer sich den Buchungsprozess ersparen möchte, dem kann ich eine Reisebuchung mit Pierre Pienaar von Finest Travel empfehlen. Pierre ist Südafrikaner mit eigenem Reisebüro hier in Deutschland und insbesondere auf Südafrikareisen spezialisiert. Für uns hat er auch die Reise "Safari mit Kids" gebucht. Ohne seine Beratung wären wir gar nicht auf die Idee gekommen, mit Kindern auf Safari zu gehen oder ein kleines Camp ganz für uns allein zu einem sehr günstigen Preis zu mieten.

 

Südafrika und Namibia mit dem südafrikanischen Rand bieten einfach ein wirklich gutes Preis- Leistungsverhältnis im Vergleich zu den anderen an den USD gekoppelten Safaridestinationen.

 

Eine besonders gute Empfehlung für ambitionierte Wildlife-Fotografen ist die Website unseres Guides und Wildlife-Fotografen Andre Erasmus. Andre ist ein sehr erfahrener Guide und Wildlife-Fotograf mit mehr als 15 Jahren Berufserfahrung. Er hat in unterschiedlichen Reserves im Lowfeld gearbeitet und kennt diese und die Lodges wie seine Westentasche. Andre bietet über seine Internetseite "So Wild Photographic Safaris" Fotosafaris an. Ihr könnt Andre auch direkt anschreiben für eine spezielle Safari.

 

Aktuell arbeitet Andre als Guide in Thornybush in der Jackalberry Lodge, so haben wir uns kennengelernt.

 



 

In der im Süden von Thornybush gelegenen Jackalberry Lodge verbrachten wir elf Tage in der Honeymoonsuite und fühlen uns absolut wohl hier.

 

Insbesondere die unglaublich netten und herzlichen Menschen machen Jackalberry zu einer ganz besonderen Lodge und einem wirklich tollen Erlebnis. Darüber hinaus ist die eingezäunte Lodge mit sieben gemauerten Chalets und einer Maximalbelegung von 14 Personen eine besonders kleine und familiäre Lodge.

 

In Timbavati haben wir mehrere Nächte im Shindzela Tented Camp verbracht. Das eingezäunte Camp besteht aus acht schönen, relativ dicht aneinander stehenden Zelten.

Ursprünglich wurde Shindzela als Traillists Camp gegründet und auch heute noch werden ausgedehnte Walkingsafaris von den Guides sehr gern unternommen. Das Shindzela Camp ist einfacher als die Jackalberry Lodge und auch deutlich günstiger. Wir haben uns auch in Shindzela sehr wohl gefühlt und nichts vermisst.

 

Um Euch einen direkteren und noch besseren Eindruck vermitteln zu können, habe ich von beiden Lodges sowohl ein Video direkt vor Ort aufgenommen, als auch Fotos von den Lodges gemacht. Weitere Lodgeempfehlungen und Videos zu den Camps Umlani und NKelenga findet Ihr auf dem Blog "Safari mit Kids".

 


 

Zusätzlich habe ich ein Video aufgenommen in dem ich Euch direkt aus dem südafrikanischen Bush erzähle, was Euch auf Safari erwartet, wie ein typischer Safaritag aussieht und weiteren Hintergrundinformationen für alle diejenigen von Euch, die auch gern auf Safari gehen möchten..

 

Ich hoffe dieser BLOG hilft Euch bei der Verwirklichung Eures eigenen Safaritraumes - auf bald irgendwo im südlichen Afrika...

 




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