reisebericht: ein bad in den devil's pools - abenteuer victoria falls livingstone sambia

Was macht man bitte in Livingstone Sambia an den Victoria Falls?  Offensichtlich kann man ein Bad im Sambesi an der Abbruchkante der Victoria Falls in den sogenannten Devil`s Pools nehmen. Doch wie kommt man auf eine solche Idee?

Alles fing an mit einer Reise nach Botswana, die uns auch bis in das Vierländereck nach Victoria Falls in Simbabwe verschlagen hat.

Damals sahen wir von Simbabwe auf die Victoria Falls in Richtung Sambia und sahen ein paar verrückte mitten im Sambesi an der Abbruchkante stehen und baden. Natürlich sagten wir damals zu uns, das ist wirklich verrückt, das machen wir niemals...

 

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, auf unserer Sambiareise haben wir natürlich sofort eine Tour zu den Devils`s Pools gebucht!

 

 

Doch bevor es zum Bad in den Pools, ein paar Anregungen für den geneigten Leser. Falls Ihr es mal bis in das Vierländereck Namibia, Botswana, Simbabwe und Sambia schaffen solltet, dann ist zumindest einen Abstecher nach Sambia absolut empfehlenswert machen. Der Weg über die Victoria Falls Brücke ist nicht weit und legendär.

 





  

Die meisten reisen nach Simbabwe und schauen sich die Victoria Falls aus nächster Nähe an. Doch auch Sambia hat einiges zu bieten. Hier in Livingstone direkt am Sambesi könnt ihr auf einem Boot mit wenigen Touristen auf dem Mighty Sambesi auf Safari gehen.

Es werden Walking Safaris organisiert, ihr könnt Elefanten treffen, natürlich Water Rafting betreiben, auf eine Canoe Tour gehen oder in ein Micro Flugzeug einsteigen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und ähnlich wie in Victoria Falls.

 

Doch mit dem Speedboot über den Sambesi rasen, die Gischt der auf Euch zukommenden Abbruchkante fest im Visier, bis auf die Insel Livingstone Island direkt an der Abbruchkante, genau dort wo der Samesi tosend über 100m in die Tiefe stürzt, das könnt Ihr nur hier in Livingstone erleben - Einamligkeitscharakter.

 

Allein die Bootstour ist die Reise absolut wert. Die Devil`s Pools wirken da on top schon etwas surreal und verrückt. Diese Vergnügen ist nur dem gegönnt, der zur rechten Zeit am rechten Ort. Ab Mitte September sollten die Pools definitiv geöffnet sein, dann wenn die Regenzeit kurz bevorsteht und der Wasserstand des Sambesi jährlich seinen Niedrigsten erreicht..

 

 

Wir wohnen etwas außerhalb von Livingstone im Kayube Estate direkt am Ufer des Sambesi in einem sehr komfortablen Selbstversorgerbungalow. Karien ist unsere Gastgeberin, eine Frau mit einem bewegten Leben und unzähligen hörenswerten Geschichten.

 

Neben den Bungalows gibt es auch eine Unterkunft mit dem Namen Mama "Out of Africa". Bei dieser Unterkunft handelt es sich um nichts geringeres als den erweiterten Originalschminkwagen aus dem Klassikers "Out of Africa". Ja hier wurden Meryl Streep und Robert Redford tatsächlich geschminkt. Heute steht dieses Stück Zeitgeschichte als Teil eines Bungalows am Sambesi und ich war drinnen, kaum zu glauben. Es fühlt ich so an als wäre ich mitten im Film mit ihnen, hier am Ufer des Sambesi in ihrem Schminkwagen...

 


 

Kommen wir zum Highlight eines jeden Livingstone Besuches, der Livingstone Island Tour mit anschließendem Bad in den Devil`s Pools.

 

Die Tour wird durchgeführt von sehr erfahrenen Guides eines Safarianbieters. Wer möchte kann sich gern aus seinem Hotel abholen lassen. Wir sind mit unserem eigenen 4x4 bis zum Startpunkt gefahren, dort wo das Speedboat ablegt mit Kurs auf Livingstone Island.

Die Touren finden jeden Tag den ganzen Tag über statt, die letzte Tour startet um 15:30 zum High Tea für ungefähr USD 155. Das ist natürlich unsere Tour, da es nichts schöneres gibt als die goldene Stunde am Nachmittag vor dem Sonnenuntergang.

 



 

Die Fahrt auf dem silbernen Aluspeedboot ist atemberaubend. In einem irren Tempo rasen wir durch Stromschnellen den Sambesi herunter Richtung Abgrund. Immer wieder sind spektakuläre Fahrmanöver notwendig, um Steinen in dem flachen Wasser gekonnt auszuweichen. Ein irres Vergnügen welches für meinen Geschmack viel zu schnell endet, ich würde liebend gern noch ein paar Runden drehen. Nun beginnt der Landgang auf der Insel Livingstone Island, benannt nach David Livingstone.

 

 

Die Insel im Sambesi ragt direkt bis an die Abbruchkante der Victoria Falls heran. Die Abbruchkante bildet den Startpunkt unserer Tour. Unsere Guides lassen uns unsere Badesachen anziehen und dann geht es los. Alle fassen sich an den Händen und dann setzen wir uns als Schlange langsam in Bewegung. In unserem Fall nur vier Personen plus zwei Guides, die Touren sind aber für bis zu 18 Personen ausgerichtet.

 



 

Gegenseitig geben wir uns halt beim vorsichtigen Balancieren über die glitschigen Steine, bevor es zum Schwimmen im Sambesi geht. Einer der Guides schwimmt vor und wir versuchen dran zu bleiben. Die Strömung des Sambesi ist stärker als gedacht und es bedarf kräftiger Schwimmzüge, um nicht in Richtung Abbruchkante abgetrieben zu werden.

Dort ist immerhin noch ein Seil als letzter Halt gespannt. Ich verzichte auf den ultimativen Test und bringe mich mit ein paar letzten kräftigen Schwimmzügen in das flache Wasser vor den Pools.

Wieder fassen wir uns an den Händen und bewegen uns als Schlange die letzten glitschigen Meter über Steine bis zu den Pools. Das wäre also geschafft, irgendwie schon abenteuerlich mit erhöhtem Herzschlag hier im Sambesi.

 

www.awesomewild.de
Devil`s Pools Livingstone Victoria Falls

 

Jetzt kommt dann der entspannte Fun Part, wir springen in die Devil`s Pools und lassen uns zu einem sicheren Ort an der Abbruchkante treiben. Der Wasserpegel steht gut 20 cm über der Abbruchkante, die dankenswerter Weise breiter und rauer als gedacht ist. Es besteht also keine unmittelbare Gefahr spontan den Freiflug in die Tiefe anzutreten. Wären da nicht die Fische im Pool, die einen immer wieder unerwartet in die Zehen beissen und mich aufschrecken lassen.

 

Egal, wir sind nicht nur zum Spaß hier, es gilt spektakuläre und atemberaubende Angeberfotos für die Daheimgebliebenen aufzunehmen. Natürlich erzählen wir keinem, dass mich mindestens immer ein Guide an den Beinen festhält, damit ich mich auch auf keinen Fall zufällig verabschiede.

 

Wer hätte das gedacht, das ich mal in den Devil`s Pools im Sambesi sitze, ich jedenfalls auf keinen Fall. Natürlich winke ich den Touristen in Victoria Falls kräftig zu und hören sie leise sagen, das ist aber verrückt, das machen wir nicht...

 



 

Absolut glücklich und euphorisiert tritt unsere Schlange den Rückweg nach Livingstone Island an. Dort erwartet uns bereits ein hervorragendes Essen und passende Drinks mitten im Sambesi.

 

Ich kann es irgendwie nicht so richtig fassen, was haben wir da gerade gemacht. Das ist die Frage die ich mir stelle, während wir wieder mit dem Speedboat über den Sambesi fliegen. Ich bin jedenfalls angekommen in Sambia und ready für die Reise...

 

Ihr seit Für und Flamme und könnt es kaum erwarten nach Livingstone aufzubrechen, Carsten Möhle von Bwana Tucke Tucke bringt Euch gerne hin.

 




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